Erfahrungsbericht Strong Viking Hills Edition Wächtersbach - Ein echter Viking trinkt sein Bier

von Lars am 12.05.2016

Erfahrungsbericht Strong Viking Hills Edition Wächtersbach - Ein echter Viking trinkt sein Bier

Bildquelle: Volker Pellen

Strong Viking ist eine OCR Serie mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Heute stand die Hills Edition auf dem Plan. Ich hatte zuvor noch nicht an einem Strong Viking Hindernislauf teilgenommen und was soll ich sagen, diese Hindernislaufserie hat sich in mein Herz gebrannt und steht nun auf meiner Favoritenliste. Warum? Das lest ihr hier in meinem Erfahrungsbericht.

Autor: Volker Pellen

Strong Viking Hills Edition Frankfurt (alle Strong Viking Termine) bedeutet für mich über 3 Stunden Autofahrt. Startzeit 10:00 Uhr und mindestens 1 Stunde vorher da sein. Mal eben rechnen. Autsch. Das kriege ich bei der Familie niemals geregelt. Also beschwichtigen und strategisch vorgehen. Glücklicherweise war es ein langes Wochenende mit Vater- und Muttertag. Also plante ich einen Familienausflug, beginnend mit 2 Tagen Phantasialand in Brühl. Von da aus ist es nicht mehr ganz so weit und wir übernachten einfach in der Nähe des Laufs.

Nun ein kleiner Hinweis. Für einen schon „älteren“ Läufer ist ein Vergnügungspark nicht immer Vergnügen. 2 Tage Schrott-Ernährung gemischt mit unzähligen Achterbahnfahrten stellen den Körper komplett auf den Kopf. Das sollte sich auch rächen. Aber man muss halt auch Opfer bringen, sonst wird die Familie meine OCR Leidenschaft nicht mehr lange teilen.

Abends zuvor im Hotel schaue ich mir nochmals die Homepage von Strong Viking an. Es gibt verschiedene Editionen. Hier findet man Mud, Hill, Forest, Water und sogar die Brothers und Family Edition. Es gibt auch einen IRON Viking, d. h. Marathondistanz. Interessant ist auch der World Pass. Mit diesem hat man Zugang zu allen Läufen weltweit. Neben einem Jahresfestpreis kommen dann nur noch geringe Aufpreise für jedes Race. Finde ich eine gute Einrichtung, wenn man die Läufer binden möchte, da es ohnehin auch gilt, Läufe zu sammeln. Wer die Läufe Lightning (7 km), Warrior (13 km) und Beast (19 km) in einer Saison absolviert, bekommt das ersehnte Viking Armband. Für viermal Beast gibt es sogar dazu eine Medaille. Und da ich Medaillen mag, besonders die Varjagen Medaille, wird dieser Bericht wohl ein Fortsetzungsbericht werden. Die Homepage ist sehr umfangreich und man kann sich einige Zeit dort aufhalten. Vor dem Event wurde eine Erinnerungsemail mit der persönlichen Startnummer gesendet. Dazu noch eine kurze Zusammenfassung über Anmeldung, Ablauf, Versorgung, etc. Eine E-Mail vor dem Lauf finde ich immer super. Somit wird der Onlineauftritt positv abgehakt.

Sa, 07.05.2016, morgens 07:00 Uhr und der Sohn trödelt,… und trödelt,… und trödelt. Es wird immer später und will los. Sind wir dann auch, 30 Minuten später als geplant. Dazu noch einmal verfahren und jetzt wurde es eng. Ich hasse sowas. Ich möchte zeitig dort sein, um mich in Ruhe auf alles einzustellen. Stress. Es sind auch nirgendwo Schilder zu finden, die auf einen Event hinweisen. Habe ich mich im Datum geirrt. Also weiter nach Navi.

Und plötzlich steht da ein Parkplatzschild und wir sind da. Parkgebühren von 3,- € (oder waren es 4,- €?) sind im Rahmen, aber ich finde es einfacher, wenn man die direkt in das Ticket integriert. Ist aber wohl eine persönliche Geschmacksache.

Durch ein „Tor“ gelangte man nach nur wenigen Gehminuten auf das Veranstaltungsgelände.

Es herrschte bereits eine super Stimmung und die Sonne schien. Auch die Anmeldung selbst verlief schnell und reibungslos. Im Starterpack waren ein rotes Armband für das Finishershirt, ein schwarzes für die Startgruppe Odin, ein Zeitnahme-chip und 2 Kabelbinder zum Befestigen. Dazu die Startnummer als Tattoobildchen, welches man sich mit ein wenig Wasser sichtbar auf den Körper kleben musste.

Das fand ich jetzt mal eine wirklich lustige und coole Idee. Nun bekamen die Läufer auch noch eine blaue Armbinde. Diese signalisierte den Helfern, dass die Träger der Binde um die Qualifikation zur EM und WM laufen. Also soll bei denen besonders hingesehen werden, wenn sie die Hindernisse angehen. Ein Qualifikationslauf? Darüber hatte ich im Vorfeld nichts gefunden. Und da ich in der German OCR League erst in der zweiten Jahreshälfte Gas geben wollte, hatte ich mir vorher gesagt: Dabei sein ist alles! Da hätte ich mir mehr Infos gewünscht, z. B. zum Reglement etc.

Schnell nochmal auf die Toilette. Die Läufer wurden schon aufgerufen, in den Startbereich zu gehen. Nun mal runterkommen. Stressen bringt jetzt nichts. Um das Verstauen der Klamotten in der Garderobe muss sich dann die Familie kümmern. Letzter Aufruf mit der Androhung das Gitter zu schließen. Jetzt aber schnell. Dabei habe ich vergessen, noch etwas zu trinken.

Mal kurz ein Überblick über meine Verfassung. Die Beine waren schlapp von den Achterbahnfahrten und der Magen hatte sich auch noch nicht erholt. Die Waage zeigte mindestens 2 kg zu viel an und ich vergaß zu trinken. Na Mahlzeit. Quali adé!

Der Strong Viking Moderator war sehr witzig. „Wenn ihr echt nicht mehr könnt …. Weiterlaufen!“ „Wenn ihr wirklich nicht mehr könnt, euch schwindelig wird und ihr droht umzufallen, fallt bitte an den Rand der Strecke, damit ihr kein weiteres Hindernis für die anderen Läufer bildet.“ „Jetzt mal ohne Scherz, Gesundheit geht vor und wenn es echt nicht mehr geht, dann ruft ihr einfach ganz laut: MAMI.“ Nun wurde die Gruppe in Hälften geteilt.

Kurzes Warm-up Programm und dann niederknien zum Schwur, den es nachzusprechen galt. Unter anderem: Ein Viking gibt niemals auf, ein Viking lässt keinen Viking zurück und ein Viking trinkt sein Bier in Walhalla. Großartig. Das Thema wird hier super umgesetzt.

Alle Teilnehmer müssen nun in den hinteren Teil des Startbereichs, denn die Läufer brauchen Anlauf. Warum? Die Startlinie ist bereits eine Wand und somit das erste Hindernis. Vielleicht nicht die beste Lösung für einen Massenstart, aber hier, wo in Wellen gestartet wird mal was anderes. Es hatten sich schon die ersten Läufer als Räuberleiter zur Verfügung gestellt, so dass ich nicht mehr mit Schwung alleine hochrennen konnte. Nun gut, einer hilft mir rauf. Ich drehe mich um und helfe jemandem rauf und dann weiter auf die Strecke. Wenn es jeder so macht, ist jedem geholfen.

Die Beine sind wie Pudding und die Sonne knallt. Wenigstens habe ich mich noch eingerieben. Der Boden ist hart und trocken. Tunnel Hurdle scheint eine Kreuzung zu sein. Wir müssen zunächst drunter her kriechen. Wieder auf die Beine und weiter zu den Dragon Ropes. Seil hochklettern, oben gegen eine Glocke schlagen und wieder runter. Hier wird sich herausstellen, ob die Schulter hält (siehe Erfahrungsbericht XLETIX Rhein-Main). Alles gut gegangen, aber ich musste langsamer laufen. Ich war nicht fit. Für euch nochmals, fahrt nicht auf Achterbahnen vor einem Hindernislauf. Obwohl das auch eine witzige Idee wäre, wenn man anstelle von Hindernissen rasante Fahrgeschäfte durchfahren müsste.

Ok, weiter geht’s. Wir waren mittlerweile eine kleine Gruppe von 5 Personen und liefen gemeinsam zum Hindernis Carry a Viking. Hier musste der Partner Huckepack genommen werden und über eine gewisse Strecke getragen werden. Auf der Hälfte wird gewechselt. Aber Moment mal, ist das nicht eine Wettkampfgruppe und geht es nicht sogar um die Qualifikation zur EM/WM? Dieses Hindernis gehört hier nicht rein. Der fünfte in unserer Kleingruppe musste nun nämlich warten. Ich bitte darum, das zu überdenken. Es ist immer ein gutes Hindernis, den anderen zu tragen, aber nicht im Wettkampfbereich. Nach den vielen, vielen Pluspunkten muss ich hier ein fettes Minus eintragen.

Im Übrigen gab es die Regelung: Hindernis gemeistert 0 Burpees, am Hindernis gescheitert 10 Burpees und Hindernis auslassen 20 Burpees. Auch hier schienen sich die Geister zu scheiden. Wann scheitert man an einem Hindernis? Reicht eine Berührung, ein Versuch hochzuspringen oder ein anderer Scheinversuch, um die 20 Burpees zu halbieren. Darf man erneut versuchen oder ist ein Fail ein Fail? Das wurde alles recht locker gehandhabt und die Burpees wurden überhaupt nicht kontrolliert. Ging es hier nicht um einen Qualifikationslauf? Das nimmt ein bisschen die Wertung des Laufs. Funlauf ist Funlauf und Wettkampf ist Wettkampf.

Die Helfer waren zwar alle sehr freundlich und feuerten uns an, aber es waren erstens viel zu wenige und zweitens fehlte die Kompetenz. Eine kleine Beschulung wäre hier nötig gewesen. Ich bitte um Besserung, denn ich bin sicher, dass hier einige Läufer ziemlich sauer waren. An einigen Hindernissen war gar keine Kontrolle.

Es folgten Hindernisse, bei denen man Baumstämme überwinden oder sogar einmal quer durch den Wald schleppen musste. Anker lichten stand auch auf dem Programm. Hierbei warf man einen Autoreifen, soweit als möglich von sich und zog ihn an einem Seil wieder ran. Die einen warfen nur ein Stück und andere richtig weit. Wie soll man das nun werten?

Nun kam ein Bereich mit Gräben und Mud. Da es allerdings ziemlich heiß war, war Mud ein bisschen zu knapp gekommen. Im Gegenteil, der Boden war an einigen Stellen korktrocken und dementsprechend hart. Vielleicht hätte man hier die Wiese einfach stehen lassen sollen, denn dort, wo das Gras zum Kriechen abgetragen wurde, war es hart und steinig.

Kurz über das Hindernis Langhus und auf zu den Wikinger-Hindernissen, die da waren, Tragen von Schild und Hammer, Hammerzielwerfen und Viking Battle. Hier mussten sich zwei Vikings im Zweikampf messen. Gerüstet mit Keule und Schild galt es den Gegner von der Planke zu stoßen. Der Verlierer durfte dann 10 Burpees machen. Sehr witziges Hindernis, zumal ich gewonnen hatte, aber auch hier möchte ich nochmals auf den Wettkampfmodus hinweisen, denn man musste halt zu zweit sein. Hindernis grundsätzlich gut, aber raus aus dem Wettkampf. Als Ersatz vielleicht 10 Schläge gegen einen Boxsack oder etwas in der Art.

Es folgte Hammer Banger. Mit einem sehr großen Holzhammer musste man einen Balken schlagen bis dieser eine gewisse Markierung erreichte. Der nachfolgende Läufer schlägt den Balken dann wieder zurück.

Monkey Bars finde ich immer toll. Allerdings sollen sich an dieser Stelle unzählige Teilnehmer verletzt haben, u. a. auch Bänderrisse. Wie soll das gehen beim Monkey Bar? Ganz einfach, man kann sich nicht mehr halten und fällt runter, wenn nun der Boden hart und löchrig ist, ist die Landung dementsprechend. Liebes Strong Viking Team! Ich bin sicher, dass ihr das besser hinbekommt. Ihr habt da so ein Super Ding aufgezogen. Es wäre schade, wenn wegen dieser „Kleinigkeiten“ die Lust an diesem Hindernislauf verloren geht.

Einmal durch das Wasser und beim Cold Guy untertauchen, um dann die Festung beim Storm the Castle zu erstürmen. Na das passte ja wieder super. Ein Wasserhindernis vor der Pipe und somit waren meine Speedcross 3 nass. Durch die Noppen dann wieder zu glatt und nach drei Versuchen hieß es nun für mich zum ersten Mal 10 Burpees.

Ich hätte es sogar fast geschafft, denn ich kam beim letzten Versuch ganz gut hoch, aber da fehlte mir dann die helfende Hand. Oben saß jemand von der Crew. Dieser sagte mir erst anschließend, dass er nicht helfen darf. Sehr gemein.

Ok, einmal Burpees in der ersten Etappe kann man verkraften. Für die Lightning Starter ist hier für die 7 km Läufer das Ziel in Sicht.

Odin muss weiter. Da ist ja wieder Mud Crawl vom Anfang. Jetzt geht es drüber, in der Tat eine Kreuzung. Beim Platinum Rig war wieder Klettern angesagt. Schönes Ding. Ringe, Seile, Stangen, … von einem zum nächsten Hangeln und natürlich nicht den Boden berühren.

Es folgten sehr abwechslungsreiche Hindernisse. Balancieren über eine Wippe, Sandsäcke schleppen und diese auch unter Stacheldraht kriechenderweise mitziehen, eine weitere Matschstrecke, das klassische drüber und drunter Spielchen und Wände.

Nun teilte sich der Weg Odin und somit Beast Gruppe rechts und Warrior links Richtung Heimathafen.

An dieser Stelle gab es auch wieder Verpflegung. Neben Wasser und Bananen gab es auch Energiedrinks. Naja, was soll ich sagen, Geschmack ist Geschmacksache und darüber lässt sich nicht streiten. Es soll welche gegeben haben, denen das geschmeckt hat. Meiner Meinung nach waren genügend Verpflegungsstationen vorhanden, auch bei dem Wetter, denn die Sonne knallte mittlerweile gnadenlos runter. Was für eine Umstellung. 2 Wochen zuvor noch den A… abgefroren bei der XLETIX Challenge und nun sowas.

Einige Streckenabschnitte wurden nun echt einsam. Überholt wurde ich nicht mehr. Im Gegenteil konnte ich immer wieder den ein oder anderen schlucken. Manche Passagen waren langgezogene Steigungen. Hier wurde aus einem Strong Viking oft ein Strong Walking. Richtig steil war es für eine Hills Edition allerdings selten.

Es erwartete mich ein erneutes Seil raufklettern. Dieses Mal war das Seil allerdings sehr dick. Das machte das Klettern für mich allerdings leichter. Der Weaver ist ein Hindernis mit Rundstämmen die parallel hintereinander positioniert wurden und das ca. 1,50 m vom Boden. Nun musste man drunter und drüber, ohne den Boden zu berühren. Cool.

Strong Wall bedeutet, dass an dieser Wand in ca. 2,20 m Grifflöcher eingesägt wurden, damit man sich dort hochziehen konnte, um dann den Rest der Wand zu erklimmen. Kann es sein, dass Große Menschen oft im Vorteil sind? Das merkte ich auch immer wieder bei der Verfolgung meines Vorläufers. Bergab machte er einen Schritt und war 10 m weiter. Naja, dafür war dann bergauf der Kettenantrieb gefragt.

Thors Lightning! Da war es endlich, mein heißgeliebtes Stromhindernis. Scherz, ich mag Strom nicht. Ich wollte schon direkt Burpees machen, doch die Helferin gab mir Mut. Man führt eine Triangel um einen Stromdraht und dann weiter über eine gewisse Strecke mit einem kleinen Hindernis in der Mitte. Berührt man den Draht. leuchten die Augen. Es hat ohne Stromschlag geklappt und somit ohne Burpees.

Nachdem wir schon Holzstämme, Schilde, Hämmer und Sandsäcke geschleppt hatten kamen nun, tja, wieder Sandsäcke. Der Unterschied war allerdings, dass die Streckenführung auf Thors Oddysey brutal war. Steil den Hügel rauf, wieder runter und nochmal rauf und dann nach einer größeren Schleife wieder runter. Das war nochmal hart, aber auch hier hab ich den ein oder anderen Camper einholen können und den Vorsprung meiner direkten Vorderläufer verkürzen können, denn ich hatte plötzlich ein kleines 5er Grüppchen vor mir.

Da es wieder bergan ging, wurde es wieder zum Strong Walking, aber ich marschierte zügig und konnte so gleich zwei Teilnehmer hinter mich lassen. Hindernis Two Bars war lediglich zu über klettern.

Gunnors Struggle war ein Obstacle, wo man mit einem Stab, den man quer über zwei Balken legte, auf die andere Seite musste. In der Mitte rollte mir, wie meinen Nachbarn, der Stab aus der Hand. Meine zweite Runde Burpees. Da ich die relativ schnell mache, blieben wieder zwei Läufer hinter mir zurück. Und auch der Abstand zu denen wurde so nach und nach größer und ich befand mich nach einer kleinen Erfrischung wieder auf dem Rest der Warrior-Strecke.

Log-Jump war einfach nur ekelig. Alle, ich schätze mal, 100 m ein Querbalken, über den man rüber musste. Und hier wollte sich beim letzten ein Krampf anmelden, doch da hab ich wohl noch Glück gehabt. Kennt ihr das, wenn sich so ein Krampf ganz langsam anbahnt? Ich konnte ihn noch abwenden und mich auf zum Endspurt machen.

Tire Flip bedeutet das umdrehen von Traktorreifen und musste über eine Strecke durchgeführt werden. Ich fragte den Helfer, ob schon viele durch seien, aber er sagte, dass ich wohl in den Top 40 wäre.

Ich höre Musik und da war es auch, dass Ziel. Aber erst noch 2 Hindernisse und das Ziel selber. Varjagen Saga!!! Eine Hinderniskombi aus Schrägwand, Netjump, Monkey Bar, Ringleiter und Pegboard. Beim Pegboard habe ich den verdammten Holzstab nicht mehr in das Loch bekommen. Ich hätte da jetzt noch gehangen, glaube ich. Ergo, auch im letzten Teil nochmal Burpees und dann nochmal unter Stacheldraht crawlen.

Da sind sie, die Stufen zu Walhalla. Nur noch drei Stufen, die allerdings nicht der DIN Norm für Menschen entsprachen. Es waren Stufen für Riesen – für große Riesen.

Ich war Finisher des Strong Viking Hills Edition in Frankfurt bzw. Wächtersbach 2016.

Der Zeitchip wurde entfernt, der Triumph in der Fotobox verewigt, rotes Armband gegen Finisher Shirt eingetauscht, das Beast Armband erhalten und das Finisherbier getrunken. Das schmeckte richtig gut nach der Quälerei.

Das T-Shirt hat alle Editionen aufgedruckt, also ist es kein individuelles Shirt für diesen Lauf.

Die Sachen habe ich aus der Garderobe geholt, wo am Ausgang kontrolliert wurde, ob man auch die eigene Tasche rausträgt. Sehr gut. Allerdings konnte trotzdem jeder durch die Taschen wuseln und hätte auch in fremden Taschen rumwühlen können.

Auf zu den kalten Duschen, die aber angekündigt waren. Bei dem Wetter war es sogar eine willkommene Erfrischung. Die Leitungen hatten sogar so viel Druck, dass man den Dreck ganz gut weg bekam und auch die Schuhe sauber kriegte.

Wie aus dem Ei gepellt zum Pressestand, um mir noch ein paar Infos zu holen. Karla war sehr hilfsbereit und supernett. Genauso wie Sarah vom Shop. Ganz großes Lob an die Ladys. Bitte ausrichten.

So, ein Bier geht noch und dann wieder nach Hause. Hier auch nochmal einen ganz lieben Dank an meine Familie, die mich bei diesen Abenteuern fleißig unterstützt.

Fazit: Strong Viking Hills Edition Wächtersbach 2016

Anmeldung, Festivalstimmung, Startbereich im Vorfeld macht Lust auf mehr. Auch die Kulisse war gelungen. Tattoo mit Startnummer ist genial.

Ein richtig toller Lauf mit einfallsreichen und qualitativ hochwertigen Hindernissen. Vielleicht nochmal die Sicherheit der Hindernisse checken. Strecke war auch genial und nicht einfach. Für eine Hills Edition fehlte mir allerdings der Hill an der einen oder anderen Stelle. Für mich auch immer super zum Taktieren, war die Kilometerangabe, wenn hier auch nur alle 2 km. Kann es sein, dass ab km 16 keine mehr da war, oder hab ich die 18 einfach übersehen? Viele, die mit Tracker gelaufen sind, haben erzählt, dass sie eine Kilometerangabe von 21 bis 22 km auf ihrer Anzeige hatten.

Es waren genügend Verpflegungsstationen vorhanden, sogar mit Energiedrinks und Bananen. Meine persönliche Meinung zu Bananen während des Laufes kennt ihr ja.

Ich wünsche mir eine starke Verbesserung der Wettkampfgeschichte, besonders wenn es um ein Qualifikationsrennen geht. Das wurde ein bisschen Lax gehandhabt. Teamhindernisse gehören hier nicht hin und es mangelte an Kontrollen. Es gibt genügend Bescheißer. Keine Ahnung, womit sie sich nachher brüsten. Eventpersonal wurde laut Presseangaben mit 25 und freiwillige Helfer mit 40 angegeben. Da bei einem Quli-Rennen an jedem Hindernis mindestens 2 Helfer stehen müssen, ist der Personalaufwand zu gering kalkuliert. Ein ständig auftretendes Problem bei sämtlichen Hindernisläufen ist wohl die Zeitnahme. Eigentlich sollte man am Abend die Ergebnisse auf dem Tisch haben. Hier kamen die vorläufigen Ergebnisse erst Montag und die korrigierte Fassung am Dienstag.

Keine individuellen Finisher-Shirts, aber dafür gab es einen Merchandise Stand und die Möglichkeit, sich auf einer Tasse verewigen zu lassen.

Also, Strong Viking, ihr seid top und reif für die Liga. Mit ein wenig Pimp im Wettkampfbereich können wir von Champions League reden.

Ich wurde 37. im Gesamteinlauf und 3. in meiner Altersklasse. Unter anderen Umständen wäre hier mehr drin gewesen. Dennoch habe ich mich nun sogar für die OCR Europameisterschaften qualifiziert.

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