Erfahrungsbericht Strong Viking Water Edition

von Lars am 29.06.2015

Erfahrungsbericht Strong Viking Water Edition

Bildquelle: Strong Viking

Die Wikinger kehrten zum ersten Austragungsort zurück, Berendonck im wunderschönen Wijchen. Es waren noch die Bilder und Gefühle vom letzten Kampf im Kopf als man zitternd an den Feuertonnen stand und sich zum allerersten Mal bewiesen hatte. Auch heute meinte es Heimdall gut mit uns und bescheerte uns zur „Strong Viking Water Edition“ von Beginn an strömenden Regen. Mehr zu diesem Hindernislauf könnt ihr jetzt in unserem Erfahrungsbericht nachlesen!

Autor: Hanne
Aus der letzten Organisation lernte ich leider auch dies mal nicht ;-) und konnte eine Woche vorher zum Glück noch ein Hotel in der Nähe ergattern, „Hotel Restaurant Zalen Hoogeerd“. Welches knapp 15 Minuten vom Event ist und ein tollen Ausblick auf den See hat. So konnte man nochmal die Seele baumeln lassen, im See schwimmen und das Frühstück mit einem traumhaften Ausblick genießen. Auch für Sauna und Massagen sind in der Unterkunft gesorgt und im ganzen Hotel riecht es angenehm dezent nach den Saunaaufgüssen. Und für den Abend solltet ihr euch auf jedenfall das lokale Fassbier mit Snacks an der Bar bestellen und den Abend am See ausklingen lassen.

Strong Viking Water Edition - Der Tag des Events

Der Tag konnte entspannt beginnen, da die „Asmund“-Startwellte erst um 10:40Uhr losging. Doch die Kontaktlinsen brachten mich morgens schon etwas zur Verzweifelung, doch das anschließende ruhige Frühstück und Kaffee brachten wieder Ruhe rein. Für den Wikinger gab es auch eine große Herdplatte am Buffet wo er sein erlegtes Tier mit Eiweiß braten und verschlingen konnte. Mit gestärkten Körper konnte es nun mit lauter Musik im Auto zum Event gehen.

Die Anfahrt gestaltet sich ohne Probleme und nach 15 Minuten waren wir schon da. Diesmal waren die Autoschlangen schon etwas größer als letzte Mal und so machten wir uns nach der Parkplatzgebühr von 5 Euro zum Event.

Schon die ersten Meter sorgten dafür, dass man sich wieder als Teil ein ganz großen Strong Viking Familie sah, die Ersten grüßten freundlich, die Holzbauten des Eingangs strahlten und man würde überall herzlich willkommen geheißen. Trotz der schon vielen eingetroffenen Teilnehmer waren die Startunterlagen schnell am Mann und wir begutachteten den Start und die ersten Hindernisse. Und zu meinen Erstaunen warteten neue interessante Hindernisse auf uns (Storm the Castle, Fjord Drop...), sodass es jetzt schon kribbelte und ich endlich los wollte, zu den Hindernissen gleich mehr.

Ich konnte es kaum erwarten bis das Horn der Wikinger für meine Startwelle erklang und so stand ich schon etwas vorher im Startbereich. Und dann kam Sie endlich, Zynthia, unsere „Dribbling“-Drillinstruktorin um uns aufzuwärmen und einzupeitschen. Danach wurden erneut die Sätze des Events gesprochen:

Strong Viking ist kein Wettlauf, sondern eine Herausforderung
Wikinger geben nie auf!
Wikinger überwinden ihre Ängste
Wikinger lassen niemals jemanden im Stich
Wikinger trinken ihr Bier im Walhalla-Zelt

Man ging nochmal in sich, machte sich bewußt, dass man schon das dritte Mal hier in der Niederlande war um ein Varjagen zu werden. Und nachdem das letzte „Oorah!“ erklang, war es wieder soweit. Das große breite Grinsen war auf den Lippen, der unabdingbare Willen durchzuckte den Körper, die Augen funkelten und es sollte ein schöner Tag werden um über sich hinaus zu wachsen.

Die erste Wand war schnell überwunden und man holte sich nochmal zusätzliche Motivation von der hübschen Begleitung, die ein stolzes Lächeln auf den Lippen trug. Danach ging es nun endlich über hügelige Landschaft und dem ersten Seil-Hindernis, das wieder einmal durch Überschwänglichkeit mit reiner Muskelkraft bezwungen wurde. Und da war Sie, die „Mud Mile“, endlich Schlamm und Dreck. Wie kleine Kinder machten wir uns dran, der dreckigste Wikinger zu werden als die anderen Mitstreiter. Wir krochen unter den Stacheldraht durch, motivierten uns gegenseitig zu Schlammschlachten und actionreife Gleiteinlagen. Odin wäre stolz gewesen.

Es folgten verschiedene Balance-Hindernisse die man überwinden musste, man eilte schnell durch das Wald-Dickicht, überquerte Flüsse und Schlammstreifen. Aus dem Wald kam man auf eine Lichtung, wo schon das „Viking Battle“ wartete. Und ich hatte Glück, da stand schon mein Mitstreiter auf dem Balken. Natürlich ein Kopf größer und auf Sieg aus, er schlug mit dem Knuppel auf sein Schild und erwartete mich. Gegenüberstehend kamen wir uns näher, ich versuchte seine Seite zu treffen, er parierte gut, doch wechselte sein Stand aufs hintere Bein und so ergriff ich den Moment ließ meine Waffen fallen, machte zwei große Schritte auf ihn zu und stieß ihn mit seinen eigene Schild zu Boden. Ich glaube zwischendurch rettete ich noch eine Frau ihr Kind aber die Erinnerung war durch das Adrenalin des Kampfes vielleicht etwas getrübt :-)

Mein Kontrahent und ich klatschten beide ab und liefen ein paar Kilometer zusammen. Trugen den Hammer und das Schild brüderlich, zogen schwere Holzbäume hinter uns her, krochen durch Höhlen hindurch, bezwangen gemeinschaftlich ein paar weitere Mauern bis er seine Gruppe wiedergefunden hatte. Ich verstand zwar nicht allzu viel niederländisch aber die Sprache macht immer gut Laune und Sie sind alle freundlich.

Noch vollgepackt von Schlamm und Dreck standen wir vor dem neuen Hindernis „Storm the Castle“. Eine Halfpipe, die durch den Regen und Schlamm sehr rutschig war. Mit ein klein wenig Wartezeit ging es nun drauf los. Die Zeit schien beim Loslaufen etwas stillzustehen, man sah vorne die ersten fallen, runterrutschen und schreien. Ich atmete tief durch, nahm das Hindernis ins Visier und rannte so schnell ich konnte drauf zu. Es gab nur das Hindernis und mich und gleich beim ersten Versuch war ich oben, ich konnte es kaum fassen. Wow… dachte ich innerlich und hielt ganz kurz inne. Drehte ich in den nächsten Sekunden aber um und versuchte noch 2 weitere Leute hoch zu helfen.

Strong Viking - Storm the Castle

**Und immer schön lächeln, hier standen die ersten Kameras und ersten tollen Fotos wurden geschossen.

Meine Begleitung war fasziniert, dass es so einfach ging. Und ich war selbst überrascht :-P  Mit diesem neuen Motivationsschub, legte ich nun einen Zahn zu und traf kurz darauf auf die Getting Tough Leute, die eine Startwelle vorher gestartet waren wieder.

Jetzt wurde es erst richtig aufregend und meine ganz persönlichen-herausfordernden Hindernisse tauchten am Horizont auf und die Water Edition machte nun ihren Namen alle Ehre. Es ging gleich in den See und der „Flying Ragnar“ schleuderte einen immer tiefer rein. Man schwamm zum Hindernis und sprang todesmutig von 5 Meter Höhe in die Tiefe. Aufgrund meiner bezwungenen Höhenangst konnte mich nichts mehr stoppen.

Es folgte das „Platinum Rig“, indem ich langsam echt Übung habe. Um allen Frust rauszulassen, um  sich nach den unzähligen Trainingseinheiten zu beweisen wartete der „Hammer Banger“ und zur Abkühlung der „Iceman“ auf uns.

**Und auch beim Iceman immer schön in die Kameras lächeln, ihr habt dafür bezahlt ;-)

Die Beine und Arme wurden so langsam schwer und die letzten Kilometer standen an, trotz allen Abschürfungen, Steinen in den Schuhen und Blutergüssen war die Motivation ungebrochen.

Und dann stand man davor. Der „FJORD DROP“. Eine 10 Meter hohe beeindruckende Rutsche mit Absprung in den See, die einfach genial war. Erneut bezwang ich meine Höhenangst und wurde mit Unmengen von Endorphine belohnt, dass ich bei Zurückschwimmen ans Land, fast den ganzen Mund voller Wasser hatte, weil ich das Lachen aus dem Gesicht einfach nicht raus bekommen hatte.

Strong Viking FJORD DROP - Fertig für den Abflug

Nun standen die letzten 2km auf den Plan und die Muskeln wurden zu Hochleistung gezwungen. Mein Erzfeind, die „Monkeys Bars“, konnten trotz zweiten Anlauf einfach nicht geschafft werden. Das verfluchte Dreieck besiegte mich diesmal. Doch ich werde wiederkommen und die Rechnung zur Brother Edition begleichen.

Doch das tat kein Abbruch der tollen Stimmung und der Motivation. Das Wetter war trocken geworden und die Sonne erstrahlte das Ziel in gleißendes Licht. Wie in Baywatch, peitschte man den Strand lang und erklomm die Walhalla Stufen zum Finish. Oben angekommen stellte sich das Gefühl vollster Zufriedenheit ein und man breitete seine Arme aus, schrie erneut aus voller Seele und somit konnte auch die Water Edition bezwungen werden.

Man klatschte sich mit den Schildmaids ab, die die Menge unablässig einheizten und genoss sein wohlverdientes kühles Bier mit anderen Strong Vikings.

Die Burger im Zielbereich sind die Besten, also nehmt keine Food Courts als Anlauf, sondern die die direkt im Finish bei Zynthia stehen.

Die Strong Viking Water Edition ist ein wahres Highlight, super organisiert, fordernd und aufregend – kurz um: Ein tolles Erlebnis.

Da ich auch hier Blut geleckt habe, sehen wir uns außerplanmäßig in Osnabrück zur Premiere der Strong Viking Forest Editon wieder. Einmal begonnen hier mitzulaufen, werdet ihr nie woanders laufen wollen. Oorah! Hier gelangt ihr übrigens zu allen Strong Viking Terminen.

PS: Ihr möchtet euren Erfahrungsbericht zu einem Hindernislauf auch auf Trophy Runners veröffentlichen? Dann meldet euch einfach unter folgender E-Mail bei uns: [email protected]

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