Erfahrungsbericht Getting Tough The Race - absolutes Suchtpotential!

von Lars am 15.12.2015

Erfahrungsbericht Getting Tough The Race - absolutes Suchtpotential!

Bildquelle: Getting Tough The Race

Das ereignisreiche Jahr der Hindernisläufe 2015 sollte am 05.12.2015 mit einem Knall enden – Getting Tough IV! Nach dem Auswerten von Videos und Berichten stand fest, dass der Anspruch „[…] härtester Lauf Europas […]“ kein Marketingslogan ist. 

Autor: Michael Choyna
So hieß es in der Vorbereitung zu den Laufeinheiten noch ein paar Schwimmeinheiten im lokalen See obendrauf zu packen. Die bereitgestellten Informationen seitens der Organisationsleitung waren sehr gut und man wurde ausreichend auf alle Formalitäten hingewiesen. Sehr professionell ist die Möglichkeit sich schon am Vortag  zu registrieren, um so am Veranstaltungstag nicht in Stress zu verfallen. Für diejenigen die am Vortag angereist sind, gab es dann auch direkt die Möglichkeit sich bei der Pre-Race-Party warm zu tanzen.

Nach einer entspannten Nacht war es soweit! Das Wetter zeigte sich gnädig und spendierte Temperaturen über Null Grad und gute zwei Stunden Sonnenschein. Rein in die warmen Kompressionsklamotten und ab zum Veranstaltungsgelände. Ankunft war circa 30 Minuten vor dem Beginn der Phase des Sammelns im Zelt.

Das Parkplatzleitsystem war reibungslos organisiert und wer weiter weg parken musste konnte mittels Shuttle zügig zum Gelände. Dort herrschte reges Treiben von guten 3200 Startern und einer unüberschaubaren Menge an Zuschauern. Solch einen Trubel habe ich noch nicht erlebt. Für die Zuschauer waren sehr viele Imbissbuden aufgebaut, diverse lokale Sponsoren hatten einen Stand, Livemusik und zusätzliches Rahmenprogramm – Volksfestcharakter. Die Möglichkeit den Läufern hautnah zuzuschauen war jederzeit möglich. Insbesondere im Startbereich, beim Schwimmbad und am „Walk of Fame“ war das Mitfiebern und Jubeln groß – besonders wenn jemand in das Wasser plumpste.

Getting Tough The Race - Ein adrenalingeladener Start

Um 09:30 Uhr ging es los mit der Ansprache der beiden Organisatoren mit anschließendem Marsch zum Start bei Dudelsackmusik. Das Bild wie tausende Läufer durch den morgendlichen Nebel durch Wald und über die Wiesen marschierte ließ die Anspannung steigen. Aufstellung zum Massenstart, Zuschauer sammelten sich am Rand, eine kleine Showeinlage mit Quads und Flugzeugen im Tiefflug (!), die Feuerwehr stellte die Wasserwerfer an und dann ging es unter Anfeuerung vom Veranstalter mit einen Feuerwerk los! Dieses Gefühl, wenn sich alle auf das erste Krabbelhindernis im Sprint stürzen, lässt das Adrenalin durch die Decke schnellen. Danach schnell durch die beiden Wassergräben und dann folgte die große Laufeinheit, mit kleineren Unterbrechungen, bis man wieder vor den Gräben stand. Diese mussten dann komplett durchwatet werden. Anschließend durch die umgebaute NVA-Sturmbahn ab ins berüchtigte Freibad. Das siebenmalige Untertauchen ist keine Zuckerschlecken und bedarf der maximalen Fokussierung. Die Gesichter der Teilnehmer sprachen Bände. Das Hangeln oder das Schwimmen danach war im Vergleich Entspannung.

Getting Tough The Race - "The race that destroys you"

Dann kam der „Walk of Fame“! Gefühlt haben die Veranstalter 90% ihrer mehr als 100 Hindernisse auf diesen letzten 1000m gepackt. Das Motto „the race that destroys you“ wurde hier erschreckende Realität. Dran, drauf, drüber, unten durch und immer wieder Wasser, Wasser und mehr Wasser zehrten massiv an den Kräften und die Konzentration schwand rapide. Bedingt durch massive Krämpfe musste ich teilweise mehrere Minuten aussetzen und konnte nur noch sehr bedacht die Hindernisse abarbeiten, denn wer eins auslässt ist disqualifiziert. Nach einer gefühlten Ewigkeit und der erstmalige Wunsch abzubrechen zog ich mich durch das letzte Hindernis. Dort standen breit grinsend die beiden Veranstalter und umarmten jeden Einzelnen Gewinner! Das Gefühl war unbeschreiblich. Ich war noch nie so erleichtert und der Freudentaumel ließ mich meine zitternden Hände vergessen. Zusammenfassend ist dieser Lauf die Krone der Hindernisläufe und ich freue mich auf den Vergleich mit dem Tough Guy 2016. Ins Ziel geschafft haben es am Ende nur 2229 Teilnehmer! Dabei ist der Erstplatzierte nach 2:01:29 und der Letztplatzierte nach 6:26:38 durch das Ziel gekommen. Das spricht für die Dynamik und die Herausforderung dieses Laufes. Warm gehalten hat mich diesmal als Oberteil 2XU Elite Alpine MCS Thermal Compression Top und Hose war 2XU Elie MCS Thermal Compression Tight. Für den Kopf habe ich mich diesmal auf X-Bionic Soma Cap Light verlassen – kann ich nur weiterempfehlen.

Es gibt daher auch nur zwei Kritikpunkte meinerseits. Zum Ersten ist die Anzahl der Toiletten im Sammelbereich einfach zu gering und bedingt Anstehzeiten von mindestens 15 Minuten. Zum Zweiten war die Ausschleusung aus dem Zielbereich zum warmen Getränk etwas unklar und man verpasst es leicht. Die Versorgung während des Laufes mit Getränken und Bananen sowie die schnelle Hilfe der Rettungskräfte für die krampfgeplagten Teilnehmer war phänomenal.

Am Tag nach dem Lauf ertappte ich mich schon beim Gedanken an Getting Tough 2016. Dieser Lauf ist absolut nichts für Anfänger. Jedoch belohnt er mit einem Erlebnis der Extraklasse und gehört für mich zur weltweiten Elite. Absolutes Suchtpotential!

PS: Ihr möchtet euren Erfahrungsbericht zu einem Hindernislauf auf Trophy Runners veröffentlichen? Dann meldet euch einfach unter folgender E-Mail bei uns: info@trophyrunners.de

Das könnte Dir auch gefallen

Immer auf dem Laufenden bleiben!

Du möchtest über neue Laufevents, Gutscheine und Verlosungen informiert werden? Dann abonniere unseren Newsletter! Garantiert kein Spam und jederzeit kündbar!

Informationen zu den Inhalten, der Protokollierung Deiner Anmeldung, dem Versand über den US-Anbieter MailChimp, der statistischen Auswertung sowie Deine Abbestellmöglichkeiten, erhältst Du in unserer Datenschutzerklärung.